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Bildformate

Film oder Bildformate:

Mittelformat

Nachdem die zweiäugigen Spiegelreflexkameras, allen voran die Rolleiflex in den 50-er-Jahren des 20. Jahrhunderts zum bevorzugten Arbeitspferd der Reportagefotografen geworden sind, ist das Mittelformat über Jahrzehnte bei professionellen Fotografen sehr beliebt gewesen.

Zuvor fand es oft in einfachen Box-Kameras Verwendung. Erst die Digitalfotografie scheint das Mittelformat langsam aber stetig zu verdrängen. Wegen der professionellen Ausrichtung ist eine Vielzahl an aufwändig konstruierten und hochwertigen Kameras aller Konstruktionsarten auf dem Markt. Die Filmfläche ist bereits im "kleinen" Mittelformat 6x4,5 Zentimeter wesentlich grösser als beim Kleinbild, was zu einer merklich besseren Bildqualität führt. Dies erkauft man sich meist mit einer grösseren, schwereren und teureren Ausrüstung.
Der Mittelformatfilm wird meist Rollfilm genannt, da er auf Plastikspulen ausgeliefert wird. Die nutzbare Film-Breite beträgt dabei 56 Millimeter. Die Länge, die für ein Bild genutzt wird, hängt von der Konstruktion der Kameras ab. Das Spektrum reicht vom Format 6x4,5 cm , z.B. bei der Mamiya 645 , bis zur Panoramakamera mit 6x17 cm oder gar 6x24 cm.

Kleinbildformat

Der 35 mm breite, für den Filmtransport mit einer doppelseitigen Perforation versehene Filmstreifen wurde 1889 von Thomas Alva Edison eingeführt. Seither ist es das meistbenutzte Aufnahme- und Projektionsformat für Kinofilme.
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es verschiedene Versuche, Fotokameras für die Verwendung des perforierten Kinofilms mit 35 mm Breite zu konstruieren. Oskar Barnack entwickelte dann 1913 für Leitz den ersten Prototyp eines solchen Fotoapparates, ("Ur-Leica"). Der ursprüngliche Zweck des Apparates war es, kurze Filmstreifen unabhängig von der großen Filmkamera zu belichten, um die Ausleuchtung einer Szene vor dem Dreh überprüfen zu können (Standfotos). Das Kleinbildformat von 24 × 36 mm ergab sich damals aus der Verdopplung des Stummfilm Kinoformats (18 × 24 mm).
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